Die Story hinter „Ich werde nicht ruhen“

Die lange Vorgeschichte

Leser dieses Blogs werden sich vielleicht erinnern, dass ich in meinem ersten Eintrag von zwei Büchern geredet habe, die von allen Verlagen abgelehnt wurden und von meiner damaligen Agentur nicht vermittelt werden konnten.

Das erste dieser Bücher war „Bis alle Schuld beglichen“, mein bis heute erfolgreichstes Buch und der Start der Jan-Tommen-Serie. Das zweite war „Ich werde nicht ruhen“ (auch wenn es damals noch „Grab mit Veilchen“ hieß), ein vom Stil und Story her anderes Werk, das nach all den Jahren endlich das Licht der Welt erblickt. Um diesen Krimi geht es bei diesem Eintrag …

 

Wie alles begann

Der erste Satz im Buch war gleichzeitig der Satz, der den ganzen Roman ins Rollen brachte. Die Hauptfigur aus dem Buch fragt den Leser: „Wollen Sie mich zu einem Mord begleiten?“. Das war vor über fünf Jahren. Im Oktober 2011.

 

Warum Köln als Handlungsort?

Das Buch entstand unmittelbar nach dem ersten Roman der Jan-Tommen-Serie „Bis alle Schuld beglichen“. Ich wollte einen anderen Handlungsort als Berlin, Mannheim war mir zu klein, also wählte ich Köln aus, eine Stadt die ich nicht so gut kenne wie die oben erwähnten, aber schon sehr oft besucht hatte. Einige Handlungsorte waren mir vertraut, was das Schreiben ungemein erleichterte. Der Rahmen war gesteckt, also ging es an Schreiben …

 

Um was geht es eigentlich?

Natürlich ist es ein Krimi, mit dem Ziel den Leser zu fesseln und ihn in die Ermittlungen mit einzubeziehen. Stilistisch bin ich von der auktorialen Erzählweise in die Ich-Form gewechselt, eine für dieses Buch entscheidende Änderung, kann ich auf diese Art doch tiefer in den Verstand des Protagonisten eindringen.

Aber es ist sehr schwierig über das Buch zu reden, weil jede Bemerkung, um was es in der Geschichte geht, schon zu viel verraten würde. Aus diesem Grund habe auch auf einen klassischen Klappentext verzichtet und dafür den verkürzten Prolog verwendet. Trotzdem war es noch ein langer Weg, bis zur Veröffentlichung.

 

Die erneute Absage

Die Geschichte hatte ich recht schnell fertig. Ich verfasste eine sechzigseitige Leseprobe und schließlich ein Exposé, welche ich wieder der Agentur gab, aber wie auch bei „Bis alle Schuld beglichen“ hagelte es in den nächsten Monaten Absagen von Verlagen. Schlussendlich sah ich keinen Sinn darin, weiter mit der Agentur zusammenarbeiten. Ich kündigte und brachte „Bis alle Schuld beglichen“ als Self-Publisher heraus. Die Geschichte dazu habe ich schon erzählt, aber „Ich werde nicht ruhen“ war nicht vergessen …

 

Die Jan-Tommen-Serie als Arbeitsbeschaffer

Als Nicht-Hauptberuf-Autor verfüge ich über sehr wenig Zeit zum Schreiben und als die Jan-Tommen-Serie immer mehr Leser gewinnen konnte, konzentrierte ich mich auf diesen Zyklus, aber ich nutze jeden Freiraum zwischen den Korrekturen, um an „Ich werde nicht ruhen“ weiterzuarbeiten. 2016 war es schließlich soweit. Im Frühjahr bot ich das Buch amazon publishing an und erfreulicherweise konnte es das Team überzeugen. Die Überarbeitung war etwas aufwendiger als ich es gewohnt war, aber ich war sehr glücklich mit dem Ergebnis. Zeit an die Öffentlichkeit zu gehen …

 

Die kommende Veröffentlichung

Diese Zeilen schreibe ich kurz vor dem Release. Ich habe keine Ahnung, wie das Buch ankommen wird, aber „Ich werde nicht ruhen“ ist genauso, wie ich es mir erträumt habe. Ich habe manchmal gezweifelt, weil ich mit diesem Roman die eine oder andere Krimi-Konvention gesprengt habe, unsicher, ob es gelingen kann.

Meiner Meinung nach ist es geglückt, aber das letzte Urteil hat wie immer der Leser. Ich bin sehr gespannt.

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